Jesus, lädiert

Liebe Schwestern und Brüder,

in der vergangenen Woche hatte ich Kontakt zu einer Person, die mit dem Coronavirus infiziert war. Nun sind die Mechanismen angelaufen, die in einem solchen Fall üblichen sind: Ich habe mich bei einem Arzt gemeldet und einen Test auf Coronaviren vornehmen lassen. Dieser Test war negativ, d.h. es war keine Infektion mit dem Coronavirus nachweisbar. Bis heute gibt es auch keine Anzeichen für eine Erkrankung.

Die Richtlinien und Anweisungen der Behörden kennen keine besonderen Vorschriften für Priester und SeelsorgerInnen. Weisungen einer Behörde liegen mir noch nicht vor. Deshalb orientiere ich mich an Anweisungen für „medizinisches Personal mit Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung (<= 2 Meter), ohne verwendete Schutzausrüstung“ und werde mich bis zum 13. April (einschließlich) in freiwillige häusliche Absonderung begeben.

Häusliche Absonderung ist tatsächlich kein großes Opfer. Ich fühle mich gesund, lebe in einer wunderschönen Wohnung im Pfarrhaus in Syke, bin mit allem ausgestattet, was heute zum Leben dazugehört. Der Braunschweiger Dichter Thorsten Steltzner drückt das in einem Gedicht treffend aus:

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Telefon und Internet machen es möglich, am digitalen Leben teilzuhaben. Geradezu überwältigt bin ich über die vielen guten Gespräche und die Hilfsangebote. Es tut gut zu spüren, nicht alleine zu leben.

Ihnen wünsche ich Gottes Segen. Bleiben Sie gesund.

Pfarrer Peter Grunwaldt

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