Liebe Schwestern und Brüder,

seit heute, dem 2. November, gilt auch in Niedersachsen der sogenannte Wellenbrecher-Lockdown oder der Lockdown lite. Dazu hat die Landesregierung am Freitag eine Verordnung veröffentlicht. Darin wird der Grundsatz festgelegt: „Jede Person hat Kontakte zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und darüber hinaus soweit möglich Abstand zu jeder anderen Person einzuhalten.“ Dazu werden verschiedene Regelungen erlassen und Einschränkungen und Verbote für private Zusammenkünfte und Veranstaltungen und Feiern festgelegt. Wie erwartet werden u.a. kirchliche Zusammenkünfte von den Einschränkungen von Veranstaltungen und Feiern ausgenommen.

Die Verordnung gewährt uns als Kirche eine große Freiheit. Diese Freiheit ist Ausdruck des grundgesetzlich garantierten Rechts auf freie Religionsausübung. Diese Freiheit ist gleichzeitig Verpflichtung zur Verantwortung. Wir sind als Kirche ein Teil dieser Gesellschaft und wir übernehmen Verantwortung in dieser Gesellschaft. Deshalb wollen wir diese Freiheiten für gottesdienstliche Feiern nutzen. Gleichzeitig sagen wir alle anderen nicht zwingend notwendigen Veranstaltungen ab. Damit wollen soziale Kontakte reduzieren. Wir wollen uns auch mit den Menschen in unseren Städten und Gemeinden solidarisch zeigen, die in den nächsten Wochen auf Zusammenkünfte und